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Was ist RFID?

Die Abkürzung RFID steht für “Radio frequency identification”. Die Primäre Funktionalität jedes RFID-Systems ist es, Identifizierung und Lokalisierung fast jeder Art von Gegenständen oder Lebewesen mit Hilfe von Radiowellen zu ermöglichen.

Eine RFID-Lösung besteht normalerweise aus einem oder mehreren Transponder (“tags”) und Lesegeräte. Ein Transponder funktioniert wie eine Art elektronisches Barcode und kann von einem sich in der Nähe befindenden Lesegerät eingelesen und identifiziert werden. Dank kleiner Preis und fast beliebig kleiner Größe eines RFID-Transponders besitzt RFID-Technologie ein breites Anwendungsgebiet und ist für viele Unternehmen und Behörden der optimaler Wahl.

RFID vs Barcode

Barcodes sind bekannt für den meisten Menschen, die in Bereichen von Lager, Handel oder Industrie tätig sind. Genauso ist RFID in diesen Branchen sehr oft eingesetzt. Beide diese Technologien haben Vorteile gegenüber anderen ähnlichen Lösungen. Z.B. auf der Etiketten gedruckte Identifikationsnummer sind zwar von Menschen lesbar, aber sind für moderne elektronische Handels- und Industrielösungen meistens zu langsam und ungeschützt gegen Tippfehler.

Ein Vorteil von RFID gegenüber Barcode ist größere Scannen-Reichweite. Wenn man mit eigener Energiequelle versehene Transponder benutzt, steigt die Einsatzreichweite von RFID auf mehrere hundert Metern. Für Barcodescanner ist die Reichweite normalerweise zwischen 30 cm und 2 m.

Ein anderer großer Vorteil von RFID ist es, dass RFID-Chips nicht nur lesbar, sondern auch beschreibbar sein können. Es ist also möglich, zusätzliche Informationen auf den Chip unterzubringen, wenn die Ware sich schon auf der Reise befindet.

Geschichte von RFID

Die Geschichte von RFID geht bis in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Damals wurden britische Kampfflugzeuge mit RFID-ähnlichen Tags versehen. Diese Geräte waren viel größer als heutige RFID-Tags und sollten den Piloten bei der Freund-/Feinderkennung helfen. In 60er Jahren wurden die Vorläufer der RFID-Systeme zum ersten Mal in ziviler Bereich eingesetzt.

80er Jahren waren die Zeit der Durchbruch. Vor allem USA und einige skandinavische Länder trieben die Entwicklung von RFID-Systeme in diesen Jahren voran, weil diese im Straßenverkehr für Mautsysteme eingesetzt werden sollten.

In 90er Jahren wuchsen Einsatzgebiete von RFID weiter und von 1999 bis 2003 entwickelte man den “Electronic Product Code” (EPC), der die damals bestehende Unterschiede zwischen verschiedenen Standards endlich eliminierte.